Sommer, Sonne, Hängematte

Elli: So, endlich Wochenende. Die Sonne scheint. Ach, das Leben kann so schön sein. Jetzt schnappe ich mir mein Buch und ab geht es in die Hängematte.
Frieda: Herrlich, endlich Wochenende. Die Sonne scheint. Ach, das Leben kann so schön sein. Ich schnappe mit ein paar Körner und ab geht es in die Hängematte.
Elli: Puh, *aufgepackelt mit Handtuch, Sonnenmilch, Sonnenbrille, Glas, Getränke, Obst, Klapptisch* geschafft, was man nicht alles für ein paar entspannte Lesestunden braucht. Lesen … ich habe das Buch in der Küche liegen lassen. Dann schmeiße ich jetzt einfach mal alles in die Hängematte und gehe dann das Buch holen. *schwupp, alles in die Matte*
Frieda: Aua, was soll das? Kann man hier nicht mal in Ruhe liegen?
Elli: Frieda?
Frieda: Ja, wer denn sonst? Oder wen hast Du sonst in der Hängematte erwartet. Was machst Du überhaupt hier?
Elli: *nach Luft schnappend* Was heißt hier, was machst Du überhaupt hier? Das ist meine Hängematte. Besser sollte ich Dich fragen, was Du hier machst? Die letzten Wochenenden warst Du ja immer spurlos verschwunden. Da kann ich ja kaum davon ausgehen, dass das gnädige Huhn, mir heute eine Audienz einräumt.
Frieda: Also, das ist ja die Höhe.
Elli: Genau, Du sagst es.
Frieda: Da ist man fürsorglich und selbstlos und dann sowas.
Elli: *lach* Ohmm, Frieda, ich glaube eher, dass die Jungs und Mädels, mit denen Du die letzten Wochenenden verbraucht hast, keine Zeit für Dich haben.
Frieda: Jungs? Mädels? Von was sprichst Du Elli?
Elli: Frieda, Du bist eine ganz schlechte Schauspielerin. *grins* Meinst Du wirklich, ich habe nichts von Luzifer dem Herzensbrecher, Shyrill dem Huhn auf langen Stelzen und blonden langen Locken, Paymon dem Butler mit der Höllenmaschine, Destiny die Archäologin und Eierspezialistin, Anuri die verzogene Schnepfe aus dem Altersheim, Raphael der ungehobelte aus der Lasterhöhle, Azazel der finstere Waldschatten, Chrystal das Dornröschen mit Tattoo, Samiel der vorlaute Vollpfosten und Santina, die Schlümpfemacherin mitbekommen?
Frieda: *schluck, räusper* Öhm … eigentlich ja.
Elli: Frieda, Deine Augenringe, Dein Schlafmangel und Deine schwachen Ausreden am Wochenende, haben Dich verraten. Es war mir klar, dass Du irgendwas versuchst zu verheimlichen.
Frieda: Aber Elli, wie hast Du … also ich meine, wie bist Du dahinter gekommen?
Elli: Oh, das war ganz einfach.*lach*
Frieda: Elli, hör auf zu lachen und sag mir, wie Du dahinter kamst.
Elli: Tschuldigung, aber Du warst es, die mir das verraten hat.*lach*
Frieda: Grrrr, jetzt hör mit diesem Gegagger auf. Ich soll Dir das verraten haben ?… Niemals! Kein Wort kam über meinen Schnabel!
Elli: Stimmt, kein Wort, sondern gleich ein ganzer Redeschwall.
Frieda: Elli, das ist das Letzte! Ich lasse sofort einen Drogentest machen. Ich hätte nie gedacht, dass Du zu solchen Mitteln greifst um an Informationen zu kommen. Das sind ja Methoden wie bei der japanischen Mafia.
Elli: Yakuza, heißt das in Japan. Und nein, ich habe solche Methoden nicht nötig. Eher hast Du mich mit Deinem Geplapper gefoltert.
Frieda: Dann eben Yakuza. Aber Du lenkst eindeutig ab vom Thema… Wie soll ich unschuldiges, kleines, sanftes, schwaches Hühnchen Dich foltern? Und vor allem wann hätte ich denn das machen sollen? Und wo ist denn der Beweis, die angeblichen Folterspuren?
Elli: Frieda, Du bist sicher viel, aber bestimmt nicht unschuldig, sanft und schwach. Klein und Huhn ja. Hier schau Dir meinen entzündeten Gehörgang an.
Frieda: *wütend* Gehörgang?
Elli: Ja, Gehörgang. Du hast so viel geplappert, das mir nichts anderes übrigblieb, als mir jedes Wochenende, die halbe Nacht Ohrstöpsel in die Ohren zu stecken. Weißt Du eigentlich wie unbequem die sind. Die drücken ganz schön.
Frieda: Pff, wann soll das denn passiert sein. Ich schlafe doch in meinem Hühnerstall.
Elli: Schon, aber nur die ersten 2 Stunden und dann kommst Du jede Nacht zu mir ins Zimmer, und bettest Dich oben, an meinem Kopfkissen zu Ruhe. Immer wenn Dich was bewegt, plapperst Du im Schlaf solange vor Dich hin, bis Du es verarbeitet hast. Und das geht jetzt schon seit 8 Wochen so.
Frieda: *rotwerd* *stotter* Aber warum hast Du den nie etwas gesagt?
Elli: Frieda, weil ich warten wollte bis Du selbst etwas dazu sagst. Du hast es mir ja eher unfreiwillig verraten und ich wollte Dich nicht in Verlegenheit bringen. Aber sag, dieser Paymon ist Dir wirklich ans Herz gewachsen?
Frieda: *seufz* Ja, Paymon ist mein Liebling, aber ich mag auch die anderen sehr gerne. Sie sind wahre Freunde, die immer für einander da sind. Ach, und was die alles erleben.
Elli: Frieda, ich freue mich für Dich, dass du solche Freunde hast. Jetzt muss ich mir auch nicht mehr so viele Sorgen machen, wenn ich weiß, dass du bei Ihnen bist.
Frieda: Ja, die passen alle auf mich auf. Aber zur Zeit sind sie nicht da. Sie sind verreist. Sie wollen dieser blonden Buchstabenjongliererin und Freizeittastaturbedienerin, einen Besuch abstatten.
Elli: Warum das denn?
Frieda: Ich glaube sie wollen eine Vermisstenanzeige aufgeben. Sie vermissen Ihren Freund Michael.
Elli: Ach, das Blondchen arbeitet bei der Polizei. Keine Sorge Frieda, dieser Michael wird dann bestimmt von Ihr gefunden und kann dann in den Schoß seiner Freunde zurückkehren.
Frieda: Elli, das hoffe ich. Der Michl soll ganz nett sein … hmm, der würde Dir bestimmt auch gefallen.
Elli: Also Frieda.
Frieda: Elli, glaub mir einfach. Aber mal was anderes. Elli woher weißt Du das in Japan die Mafia Yakuza heißt?
Elli: *grins* Frieda, ich sag es doch immer lesen bildet.
Frieda: *Ich wüsste ja auch mehr, wenn Du mir mehr vorlesen würdest, aber über Japan hast Du mir noch gar nichts vorgelesen. *beleidigter Blick*
Elli: Frieda, jetzt schau nicht so, Du warst ja nie da. Das Buch habe ich immer dann gelesen, wenn Du auf „Abwegen“ warst.*zwinker*
Frieda: Elli, schon klar, dass ich das jetzt bei jeder Gelegenheit aus Butterbrot geschmiert bekomme. Aber, seinen Freunden ist man nun mal verpflichtete zu helfen.
Elli: Frieda, habe ich irgendetwas dagegen gesagt?
Frieda: *kleinlaut* Nein. Butterbrot, da fällt mir ein ich habe Hunger. Elli machen wir uns eine Brotzeit und liest Du mir dann aus Deinem Japanbuch vor? Wie heißt das Buch überhaupt?
Elli: Frieda, das ist eine sehr gut Idee. Genau das machen wir jetzt. Zum Glück haben wir ja zu zweit Platz in der Hängematte, wenn ich Dir aus „ Sakura Warrior Breaking Rules“ vorlese.
Frieda: Elli, Du bist die beste. Dich gebe ich nie wieder her.
Elli: Frieda, Danke. Ich Dich auch nicht .*feuchte Augen*

Frieda in der Hängematte

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