Schlümpfe und wie Sie entstanden

Frieda: Elli, liebste Elli, weltbeste Elli, gütigste El…
Elli: Frieda, vergiss es!
Frieda: Aber Elli, ich meine es doch ganz ernst. Ich schwöre bei allen lackierten Krallen *lieb guck*
Elli: Du brauchst hier jetzt nicht auf lieb machen. Das hilft Dir auch nicht. Nachdem Du Dich ja letzte Woche erfolgreich um die Abarbeitung der To-Do Liste gedrückt hast, gibt es jetzt keine Gnade.
Frieda: Elli, ich finde sooo kannst Du das jetzt auch nicht sagen. *Schnabel Schnute*
Elli: Doch, ganz genauso. Auf der Liste wurde nicht ein Punkt abgehakt. In Gegenteil, durch Deine „Teichanlage“ gab es noch zusätzliche Arbeit.
Frieda: Aber die Frösche und Enten fanden Ihren neuen Tümpel sehr schön.
Elli: Frieda, je länger Du mit mir diskutierst, umso länger dauert es bis Du fertig wirst. Ab jetzt, die Fenster und Spiegel warten auf Dich. Ach ja, natürlich bitte alles streifenfrei. Ich bin dann mal die Küche auf Vordermann bringen.
Frieda: *mecker* Bitte alles streifenfrei…
Elli: Frieda, ich kann Dich hören.
Frieda: Hab nix gesagt. Ich fang dann mal oben an. Du meinst wirklich alle Spiegel und Fenster?
Elli: Mach das und JA, alle Spiegel und Fenster *Kochtopf geklappere*
Frieda: Und das nur wegen diesem vermaledeiten Samiel. Der hat mir den Schlamassel eingebrockt und jetzt, weit und breit keine Spur von Ihm. Männer … wenn man sie braucht, ist natürlich keiner da. Dafür habe ich jetzt die Spiegel und Fensterputzaktion an der Kralle. Wer braucht schon Spiegel und Fenster. Ich nicht. Ich bin nicht eitel, ich muss nicht meine Schönheit alle 5 Minuten überprüfen oder schauen ob die Federn noch richtig liegen. Bei Elli sehe ich das ja ein, aber dann soll sie sich doch ihren Spiegel selber putzen. Ein Fenster ist auch völlig überbewertet. Für was braucht man denn ein Fenster? Klar zum Lüften, aber ehrlich, da ist es doch völlig egal ob man durchschauen kann oder nicht, es ist ja eh offen. Und abends, lässt man sowieso den Rollladen runter. Ich finde es absolute Zeit- und Energieverschwendung, Fenster und Spiegel zu putzen. Elli, ist da aber stur wie ein Maulesel. Hilft ja nix, dann fange ich halt mal mit einem Fenster an *Fenster öffnen*. Puh, ist das eine Plagerei, bis man es streifenfrei hat. *aus dem geputzten Fenster schauend*. Moment Mal, wer schleicht dann da durch unsern Garten und macht sich an meinem Freigehege zu schaffen?
Frau: So, die bin ich erstmal los. Was war denn das für ein Haufen, von überheblichen Schönlingen? Egal, Hauptsache ich muss die nie wieder sehen. Vor allen den, mit dieser unsäglichen Schnodder Schnauze. Der hat es doch gewagt mich wie einen nassen Sack über die Schulter zu schmeißen, aber nicht mit mir. Der Tritt, den ich Ihm verpasst habe, der saß perfekt. *hektisch umschauend* Ich brauche einen Spiegel, ganz dringend. Aber in diesem Bretterverschlag hier gibt es sowas nicht. Nicht mal ein sauberes Fenster.
Frieda: Hey, Du … ja Dich da unten meine ich. Was schleichst Du hier so rum?
Frau: Ich, ich bin auf der Suche nach einem Spiegel, hast Du vielleicht einen für mich?
Frieda: Warte, ich komm mal runter, dauert nur kurz.
Frau: Ich habe es eilig, spring einfach aus dem Fenster, ich fange Dich schon auf.
Frieda: Nein, sicher nicht. Mir ist mein Hühnerleben heilig.
Frau: Feigling, Feigling.
Frieda: Ich bin kein Feigling. Wie kannst Du so etwas behaupten. *empört gaggernd*
Frau: Dann beweise es und spring endlich.
Frieda: Wehe, wenn ich mir auch nur einen Federkiel verstauche. Bei 3 springe ich. 1,2,3 und Sprung.
Frau: Na, siehste ist doch alles gut gegangen. Oh, bist du flauschig. Was für ein Shampoo benützt Du denn? Ach, ich heiße Santina und wie ist Dein Name?
Frieda: Ich bin die Frieda und ganz ehrlich der Sprung war cool, aber nur weil Du mich so gut aufgefangen hast. Oh, Danke *errötend*, mein Shampoo ist von der Marke „Gaggerglück“ für ein feines und zartes Federkleid. Soll ich Dir mal was abfüllen zum Ausprobieren?
Santina: Frieda, das ist lieb von Dir, aber ich bräuchte ganz dringend einen Spiegel.
Frieda: Santina, glaube mir, Du bist hübsch genug. Befreie Dich von der Eitelkeit und verzichte auf den Spiegel.
Santina: Frieda, Du verstehst nicht. Ich bin auf der Flucht. Du musst mir helfen. Bitte, gib mir einen Spiegel.
Frieda: Santina, bist Du auf Deinen hübschen Kopf gefallen? Wenn Du auf der Flucht bist, brauchst Du ein Auto und keinen Spiegel. Und ein Auto habe ich leider nicht. Ich habe ja nicht mal einen Führerschein. Und vor wem bist Du denn überhaupt auf der Flucht?
Santina: Ach, Frieda, das ist eine lange Geschichte und glauben wirst Du sie mir sowieso nicht, Ich kann es ja kaum selbst glauben.
Frieda: Santina, *lach*, Du glaubst nicht, was ich alles glaube. Mir ist in den letzten Wochen so viel Unglaubliches passiert, da glaube ich Deine Geschichte bestimmt auch.
Santina: Ich würde Dir ja gerne alle Einzelheiten erzählen, aber ich habe es eilig.
Frieda: *misstrauisch guck* Warum denn? Wo kommst Du eigentlich her? Und wo willst du hin?
Santina: Also gut. Ich war unter den letzten 10 einer Casting Show. Die andern 9 waren einfach dumme, arrogante und aufgeblasene Puten.
Frieda: Puten, ja das kenne ich. Die stolzieren immer stolz herum und halten sich für was Besseres, nur weil sie an Weihnachten einen großen Auftritt haben, aber ehrlich ich sitze lieber am Tisch, als dekorativ auf dem Tisch.
Santina: *Augen verdreh* Frieda, ich meine mit meinen Puten, hübsche aber dumme Frauen.
Frieda: OH …, was hast du mit Deinen Puten gemacht?
Santina: Nachdem, die mich die ganze Zeit gemobbt und angezickt haben, habe ich einfach blaue Farbe unter Ihr Make up gemischt. Und bevor Du jetzt gleich klugscheißerisch sagst, das sieht man doch, nein es war ein Spezial Pulver. Es reagiert erst, wenn es in die Haut eingerieben wird die Scheinwerfer das Gesicht ausleuchten. Innerhalb von 5 Minuten bekommt man eine schöne blaue Gesichtsfarbe, und dass diese Puten dann zur Hyäne wurden, kannst Du Dir ja jetzt vorstellen. Mir blieb also nichts anders übrig als zu flüchten. Verstehst Du jetzt mein Dilemma? Also, wo ist der Spiegel?
Frieda: Santina, fast hätte ich Dir geglaubt. Aber ganz ehrlich, die Schlümpfe hat schon Vader Abraham erfunden. Also, was ist wirklich passiert?
Santina: O.k. Ich bin in einen Kampf geraten, war eindeutig auf der Siegerseite und da kam plötzlich wie aus dem nichts, so eine absolut guter Kämpfer daher, hat sich eingemischt und mich dann Huckepack verschleppt. So ein Neandertaler, murmelte etwas davon, dass es für mich am besten wäre, wenn ich bei Ihm bliebe. Aber nicht mit mir. Ich habe erstmal kräftig meine Krallen ausgefahren und Ihm verbal ein paar Ohrfeigen verpasst. Ich könnte mich jetzt noch vor Lachen kringeln, wenn ich an Seinen Gesichtsausdruck denke.
Frieda: War der Krieger groß und heiß? Hatte er ein Mundwerk, dass eigentlich Waffenscheinpflichtig ist?
Santina: Du sagst es Frieda. Es ist unfassbar, was dem alles über die Lippen kommt. Momentmal, woher weißt Du denn von diesem heißen Lippen?
Frieda: Santina, hast Du gerade heiße Lippen gesagt? Dann scheint ja der tolle Kämpfer doch mehr Eindruck bei Dir hinterlassen zu haben. Sag doch gleich, dass Du den Spiegel zum aufhübschen für Samiel brauchst.
Santina: Du kennest Ihn also wirklich.
Frieda: Ja, ich kenne Ihn. Eins kann ich Dir sagen, auch Du hast Eindruck bei Ihm hinterlassen.
Santina: *verlegen* Wirklich? Was hat er gesagt?
Frieda: Willst Du das ernsthaft wissen? Gut, so etwas wie: Sie ist eine nervige, vorlaute und widerspenstige Wildkatze.
Santina: Also, dieser Mistkerl. Wenn ich den zwischen die Finger bekomme, dann…
Samiel: Frieda? Bist Du da? Frieda?
Frieda: Samiel, ich bin hier drüben? Was verschafft mir die Ehre?
Samiel: Ach, ich wollte nur mal schauen ob Du Ärger bekommen hast?
Frieda: Naja, wenn Du mir Ärger meinst, dass ich alle Fenster und Spiegel auf Hochglanz bringen darf, ja dann habe ich wegen Dir ÄRGER.
Santina: Spiegel?
Samiel: Wildkatze?
Frieda: Ja.
Santina: Ich muss zu diesem Spiegel. Wo steht er?
Frieda: Du gibst wohl auch nie auf? Der Spiegel hängt im Zimmer, gleich rechts wenn…
Samiel: Nein Frieda, sage es nicht. *auf Santina stürzend*
Frieda: Samiel, lass Santina sofort los.
Samiel: Nein, liebe Frieda, ich lasse Sie nicht los. Ich bringe das Wildkätzchen wieder zurück, denn die Gute hat uns einige Fragen zu beantworten.
Santina: Ich sage Dir Freak nicht ein Wort.
Samiel: *Santina ins Ohr flüsternd* Kätzchen, das werden wir ja sehen… *tiefes Lachen*
Frieda: Mir scheint, Ihr habt da einiges zu klären. Samiel, Santina ich muss Euch jetzt aber bitten zu gehen, sonst werde ich nie fertig mit dem Fenster und Spiegel putzen.
Santina: Frieda, wenn ich dich schon von Deinen Aufgaben abgehalten habe, dann ist es doch selbstverständlich, dass ich Dir helfe beim Putzen. Also, ich bin Spezialistin im Spiegel polieren.
Samiel: Kleines, netter Versuch, aber vergiss es. Frieda, tut mir Leid, aber ich muss wirklich wieder gehen und Santina nehme ich mit, zum Krallen schneiden. Danke Dir fürs Einfangen der Wildkatze.
Santina: *Lach* Samiel, träume weiter, und verabschiede Dich schon mal von dem Gedanken, durch Kindergeld reich zu werden. Wir beide haben unseren letzten Tanz noch nicht getanzt.
Samiel: Ich dachte immer Kätzchen schnurren, aber diese Katze hier, braucht echt einen Maulkorb. Frieda, wir gehen dann, oder besser gesagt ich, denn Santina darf es sich wieder über meiner Schulter bequem machen. Also bis dann. Santina, sag schon Servus zu Frieda.
Santina: *mit den Fäusten auf Samiels Rücken schlagend*  GRRRRRRR.
Frieda: Kommt gut heim, bis bald. Ich mach mich an die Arbeit. Ich muss ich mich aber echt sputen, wenigstens 1 Zimmer sollte ich fertig haben, sonst habe ich es mir bei Elli echt verscherzt.

Elli: Frieda, wie weit bist Du?
Frieda: Elli, ein Zimmer habe ich komplett fertig. Komm doch hoch und schau selber, aber bring die Sonnenbrille mit, Du wirst geblendet sein.
Elli: Frieda, jetzt übertreibst Du aber. Gut ich komme hoch, um mir Dein Werk an zu sehen. Frieda*staun* Wow, das hast du so toll gemacht, ich glaube das wird in Zukunft immer auf Deiner To-Do Liste stehen.
Frieda: Elli, weißt Du was, ich zeige Dir gerne wie es geht. Ich muss mein Wissen nicht für mich behalten. Ich kann ein guter Lehrmeister sein.
Elli: Weißt Du was Frieda, in Zukunft machen wir es wieder gemeinsam, so alleine vor sich hin zu putzen war ganz schön langweilig.
Frieda: Elli, dass nenne ich mal einen guten Plan. Liest Du mir jetzt noch was vor?
Elli: Frieda, das mache ich gerne.

 

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