Nix war es mit der Ruhe

Elli: Frieda, Frieda … wo steckst Du denn schon wieder?
Frieda: Mensch Elli, jetzt schrei doch nicht so. Ich bin ja schon da.
Elli: Ich wollte mich ja nur verabschieden.
Frieda: Elli, Du fährst in die Stadt und bist in 3-4 Stunden wieder hier, aber so wie Du Dich aufführst, könnte man meinen Du gehst auf eine mehrwöchige Reise.
Elli: Frieda, Du übertreibst wieder maßlos.
Frieda: Ach, wirklich? Was sollen dann die 5 Säcke Körner, 8 Kanister Wasser, 10 verschiedenen Kräuter und die nicht endende To-Do Liste bedeuten?
Elli: Ähm … die Körner waren im Angebot und ich habe Rückenschmerzen, also kann ich sie nicht aufräumen. Zudem soll es eine Hitzwelle geben und bevor dann das Wasser ausverkauft ist, habe ich es eben auch gleich gekauft. Die Kräuter kommen in den Garten und was die To-Do Liste angeht, die Dinge müssen halt alle mal erledigt werden. Bevor es vergessen wird, habe ich es mal aufgeschrieben.
Frieda: *gagger* Elli, aber *prust* nein, ich kann nicht mehr.
Elli: Ich weiß überhaupt nicht, was es da so zu gaggern gibt.
Frieda: Elli, Deine Ausreden für die Hamstereinkäufe … einfach köstlich. Ich hätte da noch einen kleinen Tipp für Dich, wenn Du das nächste Mal zum Einkaufen gehst, dann kaufe Dir doch ein Gingko Präparat, das fördert das Denkvermögen, dann brauchst Du Dir keine langen Listen mehr machen.
Elli: Oh, Frieda, Du wolltest es ja nicht anders *fies grins*. Wo ist der Stift? Ich muss noch etwas auf der Liste ändern. Da ist er ja.
Frieda: Ellli, warum streichst Du „gemeinsame Liste“ durch…. Oh Du bist soooo gemein…
Elli: Frieda, viel Spaß. Ich bin dann mal durch die Türe. Jetzt habe ich ja genug Zeit. Hoffentlich wird es Dir nicht langweilig *zwinker*.
Frieda: *grummel* Die Elli hat doch glatt über die Liste „Friedas To-Do Liste“ geschrieben. Verflixt aber auch, dass ich nie meinen Schnabel halten kann. Was steht denn alles drauf? Küche aufräumen, Wäsche waschen und legen, Hühnerstall aufräumen, Unkraut jäten, Rasen sprengen … das nimmt ja kein Ende.
Elli: *lachend im Auto sitzend* Friedas Blick war zu göttlich. Ich bin schon auf heute Abend gespannt, was dieses verrückte Federvieh an Aufgaben erledigt hat und mit welchen Ausreden sie daher kommt.
Frieda: So, draußen scheint die Sonne, also nix mit Küche aufräumen und Wäsche machen. Dann bleibt ja quasi nur das Rasensprengen übrig. Perfekt! Und damit der Rasen nicht absäuft, baue ich mir am besten den Liegestuhl auf und beobachte den Rasensprenger. Uff, ganz schön anstrengend, der ganze Aufbau … aber jetzt ab auf den Liegestuhl und die himmlische Ruhe genießen.
Mann: *laut vor sich hin knurrend* Das hält doch keiner aus. Dieses Gestöhne und gequietsche … zur Hölle, können die sich denn kein anderes Hobby suchen? Stricken, ja das wäre eine Wohltat für meine Ohren. Ich bin schließlich auch nur ein Mann, der ordentlich im Saft steht. *missmutig einen Stein werfend*
Frieda: *Aua* Welcher Vollpfosten schmeißt denn hier mit Steinen um sich und knurrt wie ein tollwütiger Hund? Feigling zeig Dich, damit ich Dir Manieren beibringen kann.
Mann: Wer zetert dann da so und wagt es, so mit mir zu reden? Oh, was ist das denn für ein gelbes Ding? Sieht aus als wenn es in der Mauser wäre.
Frieda: *wütend* Gelbes Ging, Mauser … sag mal, bei Dir unter dem Pony herrscht wohl auch gähnende Leere.
Mann: *Augenbraue nach oben ziehend* Schau, schau ein sprechendes Grillhähnchen. Dich hat man wohl zum Warmhalten in die Sonne gelegt und dann vergessen. So wie Du ausschaust.
Frieda: Haha, der Clown, den Du zum Frühstück hattest, war wohl auch schon weit über dem Verfallsdatum. Und jetzt geh mir aus der Sonne, Du bist nicht mein Typ.
Mann: Oh, die kleine will Ihre Krallen wetzen, das kommt mir sehr gelegen. Wenn ich schon nicht zum Entsaften komme, dann reagiere ich mich eben im Kampf ab. Dann zeig mal was Du drauf hast, du Federkleinvieh.
Frieda: Das ist wieder typisch, gehen dem 3 Bein die Argumente aus, werden sie beleidigend. Ich gebe Dir noch eine Chance zu verschwinden. Ich zähle auf 3. 1 … 2 … und …
Mann: 3 und jetzt? *süffisant grinsend*
Frieda: wird es schmerzvoll für Dich.
Mann: *Kopf in Nacken werfend und laut lachend*
Frieda: Lach Du nur … *um Ihn rumhüpfend* … * Anlauf nehmend* … * hochflatternd den Schnabel in den Hintern stoßend*
Mann: *am lachen verschluckend* Du hinterhältiges Biest. Wenn Ich Deine Federn zu fassen bekomme, stopfe ich mir ein neues Kissen davon.
Frieda: *gähn* Sag mal Du Scherzkeks, willst Du Dich weiter hier zum Affen machen, oder kommt über Deine Lippen heute auch nochmal etwas Vernünftiges?
Mann: Man, der Krümel ist schon frech und nervend, aber dieses Huhn, dass schlägt dem Fass den Boden aus. Obwohl, diese Wildkatze war auch nicht ohne. *finsterer Blick*
Frieda: So, jetzt langt es mir aber. Du aufgeblasener  Möchtegern Casanova. Dein divenhaftes Rumgezicke stiehlt mir meine Zeit. Ich habe nur eine paar freie Stunden, also spuck aus, was dir auf dem Herzen liegt oder schleich Dich. Und wage es nicht, eine Wildkatze in meine Nähe mitzubringen.
Mann: Ach, warum verschwende ich meine kostbare Zeit, mit so einem zänkischem Huhn. Das darf ich keinem erzählen, dass ich mich mit einem Huhn unterhalten habe. Aber vielleicht drifte ich auch schon ab, mit Ziel auf die dunkle Seite. Die Rufe werden immer lauter. Ich gebe mich Ihnen einfach hin.
Frieda: Jetzt schalte aber mal einen Gang zurück. Komm und setzt Dich zu mir. So, und jetzt von vorne. Hallo ich bin Frieda und mit wem habe ich das Vergnügen?
Mann: Tschuldigung, ich war so aufgewühlt. Mein Name ist Samiel. Ich musste aus meiner Unterkunft flüchten, da der Geräuschpegel unerträglich wurde. Dann hat Krümel mich noch geärgert und dabei ist mir die Wildkatze entwischt. Es war schon schwer genug, sie einzufangen und jetzt stehe ich da wie ein Volldepp. Ich kann Ihren Duft nicht vergessen und was schlimmer ist, ich kann Ihre Spur nicht mehr aufnehmen. Kurz um, ich bin am Arsch.
Frieda: Samiel, verzeih … aber den Glücksstern hast Du wohl zurzeit nicht auf Deiner Seite.
Samiel: Danke Frieda, für Deine aufmunternde Worte. Dabei wollte ich Ihr doch nur helfen, aber so dankt es einem die Frauenwelt. Pfff, Weiber. Wer braucht die schon?
Frieda: Samiel, hörst Du Dir eigentlich selber zu? Diese Wildkatze, geht Dir ganz schön unter die Haut. Soll ich Dir ein paar Tipps geben?
Samiel: *lach* Frieda, ein Mann wie ich, braucht doch keine Nachhilfestunden von einem Huhn. Schau mich doch an, unwiderstehlich gutaussehend, humorvoll, zartfühlend und mit einer …
Frieda: großen Klappe. Ich gebe zu, Dein lockeres Mundwerk hat schon was. Mein kleines Hühnerherz könnte sich fast für Dich erwärmen.
Samiel: *Hände hochhebend* Frieda, lass gut sein … ich bin für eine Bindung nicht geschaffen, also ich meine… *stotter*
Frieda: Du eingebildeter Pfau … So ein Holzklotz wie Du, denn kann ich doch nur zum Schnabel wetzen gebrauchen.
Samiel: Gut das wir das geklärt haben, dann können wir ja jetzt Freunde werden. Sag mal Frieda, warum hat sich auf Deinem Rasen ein See gebildet?
Frieda: Ach, Du heilige Schei …, das ist nur wegen Dir. Vor lauter Gewinsel von Dir, habe ich ganz vergessen den Rasensprenger zu versetzen. Jetzt habe ich die Bescherung.
Samiel: Frieda, gib jetzt nicht mir die Schuld, nur weil Du meinem Charme verfallen bist.
Frieda: Steh da jetzt nicht so unnütz rum. Hilf mir lieber! Ich muss noch schnell Ordnung machen, bevor Elli nach Hause kommt. Die lässt mich nie wieder alleine zu Hause.
Samiel: Ich würde Dir ja noch sehr gerne Gesellschaft leisten, aber ich habe Termine. Ich bin dann mal weg, aber ich verspreche ich schau mal wieder vorbei.
Frieda: Typisch … kaum braucht man mal wirklich einen Mann, dann ist keiner da.
Elli: Huhu Frieda, ich bin wieder da. Was ist denn hier passiert?
Frieda: Öhm, nun ja, also Elli, ich dachte, es wäre eine gute Idee, den Boden gut zu wässern, damit Du Dich beim Einpflanzen der Kräuter, nicht so plagen musst.
Elli: Ich habe keine Wasserkräuter gekauft.
Frieda: *heul* Ich wollte doch nur helfen. Aber nichts kann man Dir Recht machen. Ich geh jetzt in meinen Hühnerstall.
Elli: Frieda, jetzt sei doch nicht beleidigt.
Frieda: *totzig* Ich bin nicht beleidigt!
Elli: *flüster* Zicke … *laut* Bis später Frieda…

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