Dornröschen, gibt es doch

Frieda: Elli, Du sagst doch immer, man soll für seine Freunde Zeit haben.
Elli: Frieda, ja das stimmt.
Frieda: Elli, dann bin ich jetzt mal ganz schnell weg. Servus *aus dem Zimmer flitzend*
Elli: *kopfschüttel* Also, irgendwas stimmt mit Frieda in letzter Zeit nicht. Sie benimmt sich manchmal echt sehr merkwürdig. Am besten mache ich mal einen Termin beim Tierarzt auf. Wer weiß, was Sie sich eingefangen hat, Rinderwahnsinn, Vogelgrippe…
Frieda: Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich heute Abend Elli erzähle, aber da fällt mir schon noch was ein. Wie es Azazel wohl geht? Ich bin ja immer noch der Meinung, dass er Liebeskummer hat. Hihi, so ein gestandener Adonis und dann wegen ein paar Gefühlen völlig neben der Spur. Ob das wohl an den Kriegern selbst liegt? Paymon stellt sich ja auch an, als würde man von Ihm verlangen, die nächste Schlacht mit Wattebäuschen zu gewinnen.
Shyrill: Frieda? Gut das ich Dich gefunden habe.
Frieda: *erschrocken gaggernd* Du! Was willst Du von mir? Warum? Was ist passiert? Wer ist verletzt?
Shyrill: Frieda, bitte beruhige Dich. Noch ist niemand verletzt. Aber es geht bei uns drunter und drüber.
Frieda: Wie es geht bei Euch drunter und drüber? Und was heißt überhaupt bis jetzt ist noch niemand verletzt? Jetzt sag schon endlich was los ist. Ich will mich nämlich mit Paymon und Destiny treffen und vorher wollte ich nochmal nach Azazel schauen.
Shyrill: *beleidigter Blick* Ach so, und nach Luzifer und mir wolltest Du wohl nicht schauen.
Frieda: *räusper* Wie denn, entweder legst Du alles in Schutt und Asche und Luzifer rauft sich die Haare oder aber Ihr betreibt sehr intensiv Euer privates Sportprogramm.
Shyrill: *errötend* Öhm, ja da hast Du auch Recht. Zu Paymon und Destiny kannst Du im Moment leider nicht gehen…
Frieda: Warum? Wer will mir das verbieten? Oder ist doch etwas passiert?
Shyrill: *zwinker* Nein die beiden, haben auch Ihr persönliches Sportprogramm entdeckt.
Frieda: *aufgeregtes Geflatter*
Shyrill: Frieda, was ist los? Geht es Dir nicht gut? Hast Du wieder ein gebrochenes Herz?
Frieda: Shyrill, nein, ich flattere hier vor Freude herum. Endlich hat Paymon sein Glück gefunden! Unter uns, dafür hat er aber auch ganz schön lange gebraucht.
Shyrill: Ja, da hast Du Recht.
Frieda: Jetzt verstehe ich auch, warum es bei Euch drunter und drüber geht. 2 „Powersportpaare“, das ist schon hart für die anderen. Gut, dass ich nicht ein akustischer Zeuge Eurer Tantrastunden bin.
Shyrill:*knallrot*
Frieda: *lach* Ihr habt doch nicht ernsthaft geglaubt, dass Euch jemand die Yogaübungseinheiten geglaubt hat. Ich zumindest nicht. Shyrill, während Du wieder versuchst eine normale Gesichtsfarbe zu bekommen, werde ich mal einen Blick auf Azazels Mitbringsel werfen.
Shyrill: Frieda, darf ich hier auf Dich warten. Ich würde noch gerne etwas mit Dir besprechen.
Frieda: Klar, mach das. Bis später. Hmm, was Shyrill wohl von mir will? Aber jetzt, muss ich mir mal die Frau, mit dem Geheimnis anschauen. Zum heiligen Gockel, ich weiß ja gar nicht, wo ich suchen muss. Hoffentlich platze ich nicht in Paymons Tantrastunde *gagger*.
Frau: Dieser Garten ist so groß, jetzt habe ich mich schon wieder verlaufen. Natürlich ist wieder mal keiner in der Nähe, wenn man Hilfe braucht. Was gaggert denn da? Lacht mich da jemand aus? Hallo … ist da jemand?
Frieda: Hallo … ja hier ist jemand.
Frau: Können sie mir helfen, ich habe mich verlaufen.
Frieda: Ja, klar kann ich helfen. Wo möchten Sie denn hin? OMG, ich glaube ich träume. Ich habe mich auch verlaufen. Ich bin im Märchenwald gelandet. Komisch, wann bin ich denn im Wald falsch abgebogen? Ich stehe leibhaftig vor Dornröschen. So blass, schön und zierlich.
Frau: Märchenwald? Dornröschen? Ich habe eher den Eindruck in einem Irrenhaus gelandet zu sein. Die Krieger hier sind entweder Liebestoll,  Scherzkekse, pubertär oder wie Azazel: deprimiert, geheimnisvoll, distanziert, sexy, anziehend …
Frieda: Entschuldigung, aber die Aufzählung kann nicht stimmen … ich finde da widersprechen sich so einige Dinge. Aber sag, wie heißt Du eigentlich?
Frau: Oh, Verzeihung ich vergaß ganz meine Erziehung. Ich darf mich vorstellen. Mein Name ist Chrystal. Ich bin fremd hier. Azazel hat mich mit hier her gebracht.
Frieda: Du bist das Mitbringsel, die Lebensretterin. *räusper* Aber Du siehst so schwach aus, da kann man sich gar nicht vorstellen, dass Du Azazel befreit und gerettet hast. Oh, wo habe ich vor lauter Aufregung nur meinen Hühnerstall gelassen … Frieda mein Name.
Chrystal: Frieda, schön Dich kennen zu lernen.
Frieda: Ganz meiner Seits.
Chrystal: Frieda, warum starrst Du mich so an … habe ich etwas im Haar?
Frieda: *verlegen guck* Ähm, Du bist so hübsch. Du erinnerst mich an Dornröschen, deshalb habe ich die so angeschaut.
Chrystal: Dornröschen? Kenne ich nicht. Wer ist das? Wohnt die auch hier?
Frieda: *lach* Nein, die gibt es nur im Märchen. Hier mal der Schnelldurchlauf: Dornröschen war ein Königskind, am 18ten Geburtstag wurde Sie verwunschen und zu 100 Jahren Schlaf verdonnert. In einem Schloss verbannt, umringt von einer Dornenhecke. Dann kam ein Prinz und hat sie mit einem Kuss geweckt.
Chrystal: Dann bin ich Dornröschen.
Frieda: Wie kommst Du denn darauf?  Und wenn, dann wärst du allerdings eine Neuverfassung. Mein Dornröschen hatte schwarze Haare und kam nicht aus dem Tattoo Studio, so wie Du.
Chrystal:  Also, mein Leben bestand aus schlafen, alt bin ich auch schon, eingesperrt war ich auch und die Außenwelt war auch nicht gerade aus Watte und Lebensbejahend bunt.
Frieda: Dann fehlt ja nur noch der Prinz.
Chrystal: *errötend* Azazel.
Frieda: Er hat Dich geküsst? Und warum macht er dann so ein süß-saures Gesicht? Du hast Ihm doch keine geknallt?
Chrystal: Nein, natürlich nicht. Ich weiß es nicht, warum er so auf Distanz geht und im nächsten Augenblick, verschlingt er mich vor Begierde mit seinem Blick. Frieda, ich verstehe die Männer nicht.
Frieda: Glaub mir, ich auch nicht. Da hat der Schöpfer wohl einen miesen Tag gehabt, als er die männliche Gattung erschaffen hat.
Chrystal: Du wurdest auch erschaffen? Denn genau das macht Ihm wohl auch Kopfzerbrechen.
Frieda: Wie geschaffen? Ich komme aus der Legebatterie. Aber er sprach von einem Geheimnis, das Dich umgibt … erzähl mir mehr.
Chrystal: Oh, wo soll ich nur anfangen, da gibt es so viel zu erzählen, also …
Shyrill: *schwer schnaufend* Schwester…
Frieda: Schwester?
Shyrill: Halbschwester und jetzt müssen wir dringend wieder rein gehen. Chrystal muss sich erholen, der Spaziergang war doch sehr anstrengend. Frieda, Servus bis zum nächsten mal.
Chrystal, komm ich bringe Dich rein.
Chrystal: Frieda, ich hoffe ich sehe Dich wieder. Dann musst Du mir von Deinem Dornröschen unbedingt weiter erzählen. Aber Shyrill hat Recht, ich muss mich ausruhen.
Frieda: Ja, gut, also bis dann.
Elli: Frieda, geht es Dir gut? Du schaust so erschöpft aus. Es ist wohl besser ich mache einen Termin beim Arzt für Dich aus.
Frieda: Elli, lass den Quatsch. Ich bin erschöpft, weil ich … weil ich ähm, weil ich ein Zirkeltraining gemacht habe. Übrigens, das würde Dir auch nicht schaden. Ich geh mich frisch machen, wann gibt es Essen?
Elli: *nach Luft schnappend* Dieses Huhn … es gibt Hühnerklein.

Frieda: *grübel* Also, irgendwas ist da im Busch. Es scheint, da gibt es mehr als nur ein Geheimnis. Die glauben doch nicht ernsthaft, dass sie etwas vor mir verheimlichen können, da haben sie sich aber ganz gewaltig getäuscht. Sherlock Holms und Miss Marpel sind blutige Anfänger, im Vergleich zu meiner Hartnäckigkeit und meinem Spürschnabel.
 

Dornroeschen

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