Freiheit, ich komme

Frieda: Ja, Elli. Mach ich Elli. Natürlich Elli. Da kannst Du Dich darauf verlassen Elli. Nein Elli, ich verlasse das Haus und den Garten nicht. Servus Elli. Elli Du weißt schon, dass Du gerade mal für 3 Std. außer Haus bist? Mensch, Elli, das ist gemein von Dir! Nur weil ich nicht weiß wo das „Dino Ei“ geblieben ist, bekomme ich jetzt Arrest. Bis später, hab Dich auch lieb. *Zähne knirschender Weise*

Puh, Elli ist ganz schön hartnäckig. Die glaubt mir nicht, dass ich nicht weiß was mit dem Ei passiert ist. Pff, aber da kann sie lange warten. Keine Silbe kommt mir da über den Schnabel. Haus und Gartenverlassverbot hat sie mir doch glatt aufgebrummt. Menschen können soooo gemein sein. Mir ist langweilig, ich will Bespaßung und vor allem will ich nicht hier bleiben. Gut, dass ich vor kurzem das kleine Loch im Zaun entdeckt habe. Also, Freiheit ich komme … nun ja zumindest für die nächsten 2,5 Stunden. Aber nur, weil ich so ein gutes Herz habe. Ich kann die Elli doch nicht alleine lassen. Die wäre ja hoffnungslos planlos ohne mich. Sozusagen komplett aufgeschmissen. Da muß ich meinen Drang nach Freiheit, einfach selbstlos hinten anstellen.

Ich könnte ja Paymon besuchen gehen oder Destiny. Bei der Gelegenheit könnte ich auch gleich mal schauen wie die Dinge so stehen bei den beiden. *diebisch grins* Es regnet auch gerade nicht, also nix wie los. Hmm, wer schimpft denn da wie ein Rohrspatz vor sich hin?
Frau: Altersheim, Spaßbremsen, Babysitter …. zur Hölle wo bin ich hier nur gelandet *wütend Stein weg kickt*
Frieda: Aua, sag mal geht`s noch? Ich glaube Du spinnst. Kannst Du nicht aufpassen?
Frau: Oh, mein Gott. Jetzt höre ich schon Stimmen, dabei ist hier doch niemand. Das liegt nur an meinem vermaledeiten Bruder, der wollte ja hier her.
Frieda: Hey, geht`s noch? Erst mich mit Steinen bewerfen und dann ignorieren. Zicke. Na warte, das kann ich auch! Noch ein bisschen anschleichen und dann – mit dem Schnabel in die Wade picken * fieses grinsen*
Frau: Aua, was war das? Erst höre ich Stimmen und jetzt werde ich auch noch aus dem Hinterhalt angegriffen. Welche Dämonen treiben denn hier Ihr Unwesen?
Frieda: Dämonen, die Alte spinnt … Huhn, ich bin ein Huhn! Wenn gnädige Frau, mal die Güte hätte nach unten zu sehen, würde Sie Ihren Dämon schon sehen.
Frau: *kreisch* Was bist du denn? Ein gelber Bonsai Engel? Aus welcher Dimension bist Du denn gekommen?
Frieda: *grübel* hat die Irrenanstalt heute Freigang? Sag mal Frau, soll ich einen Arzt rufen? Es scheint mit Ihren Hirnwindungen etwas nicht zu passen. Erst bewerfen Sie mich mit Steinen, dann ignorieren Sie mich und jetzt beleidigen Sie mich auch noch. Bonsai Engel. Ich bei ein reinrassiges Kriegerhuhn. Mit goldenem Gütesiegel. Und Ihr, was seid Ihr, eine verzogene Schnepfe die keinen Anstand hat. * Hals noch oben reckend*
Frau: Gut gebrüllt Löwe …
Frieda: Huhn … zum x-ten mal ich bin ein Huhn, ein Kriegerhuhn.
Frau: Lach, ein Kriegerhuhn und was soll daran so besonders sein?
Frieda: Pff, darauf gebe ich doch gar keine Antwort. *beleidigt umdreh*
Frau: Kriegerhuhn … Tschuldigung *leise flüsternd* Es ist nur so, ich stecke in diesem Altersheim fest und das ist sooo grausam dort. Keiner unternimmt was mit mir. Geht mit mir aus oder zeigt mir was, außer der Bibliothek. *stöhn*
Frieda: Frau, das ist aber kein Grund mit Steinen zu werfen. Warum bist Du in einem Altersheim? Meinst Du nicht, dafür bist Du noch zu jung? Eine WG mit heißen Jungs wäre doch eigentlich genau das richtige für Dich. Abends um die Häuser ziehen. Die Clubs unsicher machen und den Jungs den Kopf verdrehen. Sie quasi betören, willenlos machen und dann Zack … *räusper*
Frau: Huhn, Du sprichst mir aus der Seele. Wie gerne würde ich mal auf „unschuldigen Engel“ machen und dann bei einem richtigen Mann, also keinem Milchbubi, bei dem ich dann auch noch Entwicklungshilfe leisten muss, das Blut zum kochen bringen.
Frieda: Blut zum kochen bringen … Hallo, willst Du den Mann mit einem Tauchsieder bearbeiten *Kopf schüttel*
Frau: Huhn, Du bist lustig. Nein, dafür brauche ich keinen Tauchsieder, sondern nur ein tief ausgeschnittenes Top und einen kurzen Rock und schon kocht der Mann und bekommt eine enge Hose.
Frieda: Frau, Du redest wirklich wirres Zeug. Ich weiß ja nicht wo Du her kommst und wie da Eure Sitten und Gebräuche sind, aber hier wird das so nix. Wenn ich mir das so vorstelle, dann schüttelt sich mein Gefieder.
Frau: Huhn, und wie soll es Deiner Meinung nach besser gehen?
Frieda: Frau, Du glaubst doch nicht, dass ich meinen Trick verrate und schon gleich gar nicht an so eine mir völlig unbekannte Zicke. Das kenne ich schon, erst auf nett machen, die Tricks ausspionieren und sich dann den Gockel selbst krallen … Nee, für wie blöde hältst Du mich eigentlich?
Frau: Also, ich bin Anuri. Ich verspreche Dir hoch und heilig, ich will nix von Deinem Gockel, denn ich habe ja schon mein Wunschobjekt auserkoren. Ich gebe weiter zu, dass ich manchmal eine Zicke sein kann. Also das war jetzt fast ein Offenbarungseid … jetzt bin ich Dir nicht mehr fremd. Also wie gehen die Tricks? Ach und wie heißt Du?
Frieda: Ich heiße Frieda. Du willst also wirklich nichts von meinem Gockel?
Anuri: Frieda versprochen.
Frieda: Anuri, das wird auch besser so sein, denn ich habe einen ganz großen starken und sehr furchteinflößenden Freund und der wiederum hat viele Freunde.
Anuri: Frieda, ich schwöre … Ich werde nie einen Gockel begehren!
Frieda: *zufriedenes Nicken* Anuri, gut dann werde ich Dir mal ein paar Tipps geben. Leider nur nicht mehr heute. Ich muß zurück. Ich habe da so einen Einzelfall zu betreuen. Schlimm, sage ich Dir. Ich kann die nicht länger als 3 Stunden alleine lassen. Aber … wir treffen uns in 3 Tagen wieder hier. Dann besorge ich in der Zwischenzeit das passende Ablenkungsmanöver für Dein Altersheim und wir planen Deinen Ausflug ins pulsierende Leben.
Anuri: Frieda, lass Dich drücken. Du bist meine erste Freundin hier. Verrätst Du mir, was Du für meine Spaßbremsen aus dem Altersheim als Ablenkung planst?
Frieda: *kicher* Klar doch. Also: Ich besorge einen Flyer für die nächste Senioren Kaffeefahrt. Da gibt es dann Anti Age Pillen, Rheumasalben und Heizdecken. Das heißt viele Beipackzettel zum Lesen und noch mehr technische Fragen zur Funktion der Decke. Die sind dann erstmal beschäftigt und Du kannst dann um die Häuser ziehen.
Anuri: Frieda, der Plan klingt gut … Hoffen wir mal, dass die Rechnung dann auch auf geht.
Frieda: Anuri, Du brauchst nichts zu bezahlen. Wie kommst Du darauf, dass ich Dir eine Rechnung stelle? Versprich mir nur eins: Genieße Deinen Ausflug und lass Dich nicht gleich auf den Erstbesten ein, der Dir schöne Augen macht.
Anuri: Jetzt muß ich aber Dich fragen Frieda, für wie blöde hältst Du mich?
Frieda: Wie war das? Immer die Wahrheit sagen? *Murmel, murmel* Nein, eine Notlüge ist ja keine wirkliche Lüge. *brummel* Ähmm, Anuri ich halte Dich nicht für blöde, sondern für geistig Ausbaufähig.
Anuri: Geistig Ausbaufähig … versteh ich nicht.
Frieda: Ich erkläre es Dir das nächste Mal. Also, ich muß jetzt los. In 3 Tagen selbe Stelle.

So, jetzt aber schnell zurück. Gerade noch geschafft. Schnell auf die Couch und einen gelangweilten Blick aufsetzen. Elli müsste jeden Moment kommen. Diese Anuri, ganz ehrlich, so richtig frisch unter dem Pony ist die doch nicht. Die kann man doch nicht alleine losziehen lassen. Paymon kann ich ja schlecht fragen, der muss auf das Ei aufpassen und soll seine Augen schön auf Destiny richten. Der Herzensbrecher samt Blondie scheiden auch aus, die haben sich zum Esoterik Kurs angemeldet. Die meinen auch sie können mich verschaukeln … einen Tantrakurs haben die belegt, wenn man die Geräusche richtig deutet.

Elli: Frieda, bin wieder zu Hause.
Frieda: Gähn …, oh die Zeit ist aber schnell vergangen. Da bin ich doch glatt eingeschlafen.
Elli: So, so eingeschlafen *Tannennadeln aus dem Gefieder zupfend* Frieda sag mal, was ist denn jetzt mit diesem ominösen Ei? Stopp, spar uns Deine Ausflüchte.
Frieda: Also Elli, was unterstellst Du mir denn jetzt schon wieder? Sag mal, hast Du Lust auf eine Kaffeefahrt?
Elli: Kaffeefahrt? Jetzt lenk nicht ab.
Frieda: Dachte ja nur es würde Dir gut tun, mal wieder unter Gleichaltrigen zu sein. Ich muss jetzt leider im Gemüsebeet mal schauen ob ich da was zum Fressen finde. Bekomme gerade riesigen Hunger. Bis später … *schnell durch die Türe*
Elli: Dieses Federvieh, irgendwann ist Sie fällig. Hunger, sehr gutes Stichwort.

Frieda: Bis ich im Gemüsebeet fertig bin, könnt Ihr schonmal was über Anuri lesen.

Steckbrief Anuri

Seelenkrieger Anuri

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