Salsa

Siesta beendet und jetzt legen wir los. Es ist Salsa Zeit.

Ich finde das Buch hat Temperament und die einzelnen Charaktere haben es in sich.

Als hoffentlich guter DJ, werde ich Euch jetzt mal die Personen mehr oder weniger vorstellen. Ja, richtig gelesen, ich will Euch nur neugierig machen. Lesen müsst Ihr schon selbst, aber ich hoffe, dass  ich dann den richtigen Ohrwurm  bei Euch hinterlassen habe.

Licht aus, Spot an und die Milla ist dran.

Milla, ist eine liebenswerte Chaotin. Sie ist der Meinung, alleine bringt Sie nichts auf die Reihe und deshalb gibt Sie Entscheidungen liebend gerne ab. Nein, Milla ist kein verzogenes Einzelkind, das sich an Mamas Rockzipfel ausweint. Nein, sie ist zwar Einzelkind, aber mit Ihrer Mutter wird sie nicht so richtig warm. Sie sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit. Großeltern, hat Sie auch keine, die Ihr das Gefühl geben konnten geliebt zu werden. Praktisch für Sie, dass es Paul gibt. Verliebt, verlobt, verheiratet … Leben kann so einfach sein. Wenn da nicht der Brief des Notars gewesen wäre.

Milla fasst einen Entschluss: Sie entscheidet zum ersten Mal selbst und das wiederum erstaunt Ihr Umfeld doch sehr, denn die Entscheidung fällt anders aus als von Ihr erwartet.

So, das muss als Anreiz erstmal langen. Wie ich sehe tummeln sich hier noch ein paar Personen, die auch ins Rampenlicht wollen.

Licht aus, Spot an und die Sarah ist dran.

Pff, dieses Kind. Milla, über was beschwerst Du dich dauernd? Warum gibst Du mir das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein? Habe ich Dich geschlagen? Habe ich Dich hungern lassen? Habe ich Dich in Lumpen auf die Straße geschickt? Habe ich Dich alleine zu Hause gelassen? Nein, Nein, Nein, Nein all das habe ich nicht getan. Ist es zu viel verlangt, wenn ich meine Vergangenheit ruhen lassen möchte? Wo bleibt da denn mein Recht auf Privatsphäre? Verflixt, bis jetzt ging alles gut, bis zu diesem Brief. Nicht nur Millas Leben gerät aus den Fugen, nein auch meins. Meine mühsam errichtete Mauer der Abschottung bröselt, aber kann ich über meinen Schatten springen und jetzt wenigstens die Mutter sein, die ich sein sollte?

Oh, da fühlt sich wohl eine auf den Schlips getreten. Was geht denn da unten ab? Das schau ich mir mal genauer an.

Licht aus Spot, an und die Abbigail ist dran.

Abbigail, genannt Abbi hat zu Lebzeiten schon gerne für Unruhe gesorgt, warum sollte das nach Ihrem Ableben anders sein? Sie hatte schon immer Ihren eigenen Kopf und wusste auch wie Sie ihn durchsetzen kann.  Ihr Dickschädel hat Abbi aber nicht nur Vorteile gebracht, nein so manches Mal stand sie sich deshalb auch selbst im Weg und hat sich damit das Leben sehr schwer gemacht.

Schwer habe ich es auch gerade, hier sind nur Frauen …. da muss doch auch ein Mann dabei sein, wäre doch eine angenehme Abwechslung. Ah, da ist einer, der will gerade flüchten.  Schnell den Spot eingestellt und es heißt:

Licht aus, Spot an und der Paul ist dran.

Mit Milla habe ich einen guten Fang gemacht. Sie sieht ganz gut aus, aber das sag ich Ihr besser nicht zu oft. Milla ist so herrlich unselbständig und das macht es mir leicht. Die kommt doch nie auf die Idee sich auf dem Markt nochmal umzuschauen. Verlobt sind wir jetzt schon, die Hochzeit ist geplant, ja so stell ich mir das vor. Unterstützung bekomme ich auch noch von Millas bester Freundin Tine.  Aber dieser verflixte Brief, hat alles verändert. Als ich von der Erbschaft hörte, habe ich sofort beschlossen, dass es besser ist den Laden in Mallorca zu verkaufen. Ich kam mir vor wie Dagobert Duck …  die Dollarzeichen im Auge. Den Erlös habe ich dann schon mal in Eigentum hier verplant. Mit Milla lange darüber zu sprechen ist völlig unnötig, dachte ich zumindest. Mit diesem Brief wurde bei Milla ein schlummerndes Gen geweckt. Mut. Mut eigene Entscheidungen zu treffen.

Na, wird da einer unsicher? Aber jetzt kann ich den winkenden Arm wirklich nicht länger ignorieren.

Licht aus, Spot an und die Tine ist dran.

Wird ja auch mal Zeit. Wurde schon erwähnt, dass ich eine Goldschmiede habe. Nein? Dann ist hier doch mal Platz für etwas Werbung. So, aber zurück zum Thema. Ich bin Millas beste Freundin und Chefin. Die liebe traut es sich nur nicht zu selbst einen Laden zu eröffnen, dabei ist Milla eine hervorragende Goldschmiedin.  Ich beneide Milla sehr um Paul, also nicht um Paul als Person, sondern die Tatsache einen Partner zu haben, eine Hochzeit zu planen und eine Familie zu gründen. Milla bekommt wohl kalte Füße, weil Sie in Bezug auf Paul und Familienplanung immer unsicherer wird. Da ist vielleicht die Reise nach Mallorca sogar hilfreich. Die zeitliche Trennung wird Ihr die Augen öffnen.

Tine, dann schau Dich hier doch noch ein bisschen um, vielleicht findest Du noch einen geeigneten Kandidaten.  So einmal lasse ich den Spot noch kreisen. Mal sehen, wer mir noch so ins Auge fällt. Der letzte Spot ist ausgewählt und noch einmal sage ich:

Licht aus, Spot an und der Leandro ist dran.

Abbi, Gott hab sie selig, hat auch nach Ihrem Tod offene Fragen hinterlassen. Fragen und einen Laden, der genau neben seinem lag. Er wollte den Laden unbedingt um sein Coffee and Books durch einen Wanddurchbruch zu erweitern. Ein Angebot zum Kauf hat er bei dem Notar schon abgegeben. Er rechnet damit,  dass er den Laden kaufen kann, denn er wusste von keinen Verwandten von Abbi. Was er aber gerade beobachtete gefällt Ihm gar nicht. Da steht doch eine Frau vor Abbis Laden und versucht einzubrechen. Leandro ist ein charmanter und gut aussehender Mann, der um seine Wirkung auf Frauen weiß und genau das sieht er jetzt auch in den Augen der fremden Frau, die doch dreist behauptet, dass Sie die neue Besitzerin ist. Na, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn er will diesen Laden. Die Fremde ist allerdings nur kurz eingeschüchtert, denn ihr Widerstand regt sich. Mutig und furchtlos bietet sie Leandro die Stirn. In diesem Moment war es Ihm klar: Abbi sorgt noch einmal für ein großes Durcheinander.

Das waren meine Appetitanreger. Natürlich habe ich Euch nicht alle Charaktere vorgestellt. Es soll ja spannend bleiben. Welche Rolle Johann, Eli , Franz, Bescha, Jesús … in der Mandelblütenliebe spielen, dass müsst Ihr ganz alleine entscheiden. Also ich mach mich jetzt auf zur nächsten Salsa Party, denn  den Salsaohrwurm bekomme ich so schnell nicht los. Bis bald oder  Hasta pronto

 

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5 Antworten zu Salsa

  1. SanNit schreibt:

    Ich liebe Leandro jetzt schon – Ein Coffee and Book führen – hmmm meine neue Heimat ❤

    Gefällt 1 Person

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